PROJEKTE

There Is a Line | The Cycle | Stimmen im Fluss

STIMMEN IM FLUSS, 2026

Stimmen im Fluss ist ein Chor-Performance-Projekt, das Wasser als klingenden, politischen und poetischen Raum erfahrbar macht. in traditionellen, zeitgenössischen und modernen Werken – begleitet von Bratsche, elektroakustischen Verfremdungen und szenischen Elementen – begegnet Wasser uns als Fluss, Meer, Eis und Erinnerung: als Lebensraum, Grenze, Spiegel und Widerstand. Die musikalischen Bilder reichen von Strömung und Stillstand über mythische Wassergestalten, Volkslieder und koloniale Erzählungen bis hin zu aktuellen ökologischen Fragen wie dem Austrocknen von Seen und der menschengemachten Veränderung natürlicher Kreisläufe. Im Austausch mit Wissenschaftler*innen entstehen Einblicke in physikalische, ökologische und gesellschaftliche Dimensionen des Wassers, die unmittelbar in das Konzert einfließen. So wird Wasser aus menschlicher Perspektive hörbar – als freies, unkontrollierbares und zugleich verletzliches Element, dem wir, die wir aus 80% Wasser bestehen, selbst auch angehören.

© Maidje Meergans

THE CYCLE, 2025

Welchen Rhythmen, Veränderungen und gesellschaftlichen Erwartungen begegnen wir als Menschen mit oder ohne Menstruationszyklus? Noch immer ist der Zyklus menstruierender Personen ein Mysterium für viele. Die Forschung zum weiblich gelesenen Körper ist lückenhaft und Menstruation wird häufig tabuisiert oder ist schambesetzt. Dem wollen wir mit unserer Performance entgegenwirken, indem wir einen assoziativen Raum für Themen öffnen, die Personen betreffen, die menstruieren, oder von denen dies erwartet wird. Neben dem Thema Menstruationszyklus geht es um gesellschaftlichen Ausschluss, um Einsamkeit, um Blut, Tod, Gewalt, Femizid, aber auch um Gemeinschaft und Freundschaft.

Wir möchten dem Chorverband Berlin und der Hochschule für Musik Hans Eisler unseren herzlichen Dank für die Unterstützung des Projekts aussprechen.

© Jana Kiesser

THERE IS A LINE, 2024

Regie: Lisa Astrid Mayer

Im Herbst 2024 beschäftigten wir uns mit der mythologischen Figur Medusa und dem Thema Wut und Grenzen. Dabei haben wir unter Regie von Lisa Astrid Mayer und Dramaturgie von Peri Nuranikhoshkhow auch szenisch gearbeitet.

Im November 2025 wurde JASSA für das Projekt „There Is a Line“ mit dem VOICE Albert O. Hirschman Preis für Einmischung, Widerspruch und Erneuerung demokratischer Kultur ausgezeichnet.

© Peter Ptassek